Der Gutshauspod

Der Gutshauspod

Zwischen Ideal und Wirklichkeit

Transkript

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00:00:27: Das Reichstagsgebäude in Berlin.

00:00:29: Ort von Kaiserreich, Krieg, Zerstörung, Teilung und Wiedervereinigungen – ein Haus das selber Ruine war und heute das Herz der Demokratie bildet!

00:00:38: Dieses Haus zeigt dass es hier nicht nur um steinerne Zeitzeugen geht sondern auch um Zukunftsversprechen.

00:00:44: Und genau darum geht es auch beim ersten ostdeutschen Schlössertag privater Guts-und Herrenhäuser und wir freuen uns, dass Bodo Ramelow, der Vizepräsident des Deutschen Bundestages hier die Schirmherrschaft übernommen hat.

00:00:57: Herr Rammelow kennt wie kaum ein zweiter das Spannungsfeld zwischen Verantwortung, Geschichte und ländlichen Raum.

00:01:04: Altes Gemäuer viel Geschichte aber vor allem viel Verantwortung.

00:01:11: Gebäude die Einladen etwas Neues daraus zu machen sind markante Bauwerke in unseren Gemarkungen Orte der Sehnsucht orte der Romantisierung und Orte ein kulturelles Erbe, das viel Verantwortung erfordert und auch notwendig macht.

00:01:29: Aber dass lange vergessen worden ist und leider viel zu lange einen Nischendasern hatte.

00:01:35: Und da haben sich Menschen aufgemacht, private Menschen, Eigentümer die sich entschieden haben in das Eigentum zu gehen und solche Orte zu erhalten und wieder neu zu entwickeln.

00:01:47: Alles das verbindet sich mit diesem Tag der offenen Tür.

00:01:51: Finstmontag wird man in Ostdeutschland

00:01:54: viele geöffnete Häuser

00:01:55: haben und ich lade sie als Schirm her gerne ein.

00:01:58: Schauen Sie sich an, was die Menschen daraus machen, wohin die Reise geht aber bringen Sie auch viel Erfahrung mit woher die Angelegenheit kommt, was vorher hier gewesen ist und was die menschen damit verbinden – in diesem Sinne auf einen spannenden Finstmontag!

00:02:16: Wir sind Reif und Tobias vom Gutshauspot.

00:02:18: Und treffen uns heute hier mit Herrn Rammelow im Bundestag stellvertretend für die privaten ostdeutschen Schlösser, Guts- und Herrenhäuser.

00:02:25: Und da wollen wir klären was Denkmäler im ländlichen Raum so leisten können?

00:02:29: Und was gegebenenfalls die Rolle privater Eigentümerinnen und Eigentümern sein kann.

00:02:34: wie gelingt Zukunft im lndlichen Raum zwischen Bewahren und Veränderung.

00:02:44: Herr Vizepräsident herzlich willkommen bei uns im Gutshauspot!

00:02:47: Herzlich willkommen im obersten Gutshaus Deutschlands.

00:02:51: Der Reichstag war Ruine, Mahnmal, Projektionsfläche und ist heute wieder lebendige Ort der Demokratie in dem der normative Rahmen unserer Gesellschaft verhandelt wird.

00:03:00: Ist das Haus nicht Beispiel dass Denkmale keine Last sondern Zukunftsinvestitionen sind?

00:03:06: Dieser Reichstag so wie wir ihn heute erleben ist auf der ganzen Welt das meist besuchte Parlament das es überhaupt gibt.

00:03:14: Das ist die Kombination aus beiden einmal der Orte Demokratie zu sein und andererseits tatsächlich deutsche Geschichte

00:03:21: zu sein.

00:03:23: Bodo Ramelow hatte in seiner Zeit als Ministerpräsident – und es setzt sich heute noch fort, als Bundestagsvizepräsident – eine sehr, sehr enge Verbindung auch zum baukulturellen Erbe bzw.

00:03:36: zu den Menschen die dieses Erbe erhalten.

00:03:39: Und interessiert sich auch sehr und ist geschichtlich auch sehr bewandert und kennt die Höhen- und Tiefen der Geschichte, auch der Ostdeutschen Vergangenheit.

00:03:52: Und die Dinge, die damit verbunden sind... Hier

00:03:56: verlief die Berliner Mauer, da steht es.

00:03:58: Einen Sechzig bis nur einen Achtzig.

00:04:01: Hier war die Welt zu Ende!

00:04:05: Jetzt sind wir im Westen, jetzt wieder am Osten.

00:04:10: Wenn ich das Achtundachzig versucht hätte, wäre ich lebend hier nicht durchgekommen.

00:04:38: Wenn Sie hineingehen, in das alte Gemäuer.

00:04:40: In das alte ehrwürdige Gemäuher und Sie sehen die kürlichen Schriftzeichen der sowjetischen Soldaten, die hier Millimeter für Millimeter mit Ihrem Leben darum gekämpft haben dass die Barberei des deutschen Nationalsozialismus im Keim erstickt wird.

00:04:56: Diese kiralischen Zeichen an der Wand sind Teil des Denkmals.

00:05:01: Und wenn ich mich daran zurück erinnere als der Reichstag verhüllt war war ich mit meinen Kindern damals hier und ich habe diese Hülle angefasst.

00:05:10: Und gefühlt, hier entsteht etwas Neues.

00:05:13: also das was als Kunstwerk Ausstrahlung auf der ganzen Welt hatte markiert aber auch den Übergang aus Teilung, dem Ende der deutschen Zerrissenheit und dass das Gebäude mitten in der Mauer gestanden hat.

00:05:29: Also hier drumherum hat ja die Mauer Ost- und West geteilt.

00:05:33: Und das alles heute jungen Menschen zu erzählen, die jünger als thirty fünf sind ist immer wieder Auftrag.

00:05:42: Auch zu sagen, unsere Geschichte ist eben die Geschichte auch dieser Zerrissenheit.

00:05:46: Und dazu gehört eben nicht nur die deutsche Teilung sondern die Ursache der deutschen Teilung Der deutsche Nationalsozialismus Die Barbarei, die ganz Europa in die Vernichtungen gestürzt hat und damit einher geht natürlich dass sehr viele heutige Denkmale In der damaligen Zeit angefangen haben ihre Funktionen zu verlieren hatte einen Gutshof, früher eine große Aufgabe.

00:06:12: Eine große wichtige Zentralaufgabe für die Region ist die Frage was man heute mit diesem riesigen Gutshof macht?

00:06:19: Eine andere.

00:06:20: Eine Höhenburg markiert die Landschaft.

00:06:24: aber was hatte die Höhenburgr damals für eine Funktion als sie belebt war?

00:06:29: und es war sicherlich nicht sonderlich fröhlich auf einer Höhen Burg leben zu müssen Aber sie war für die Handelswege von großer Bedeutung und ab und zu saß auch ein Raubritter drin.

00:06:40: Und diese jeweiligen Funktionen, die verloren gegangen sind ... Aber heute für uns Landschaftsmarkierungen ist so wichtig, dass wir einfach sagen, wir nähern uns diesen Denkmal nicht als Last, sondern wir nähren uns mit der Aufgabe.

00:06:56: wie kann darin neues Leben, heutiges Leben erfolgen?

00:07:00: Das ist für mich etwas das mich seit langer Zeit begleitet.

00:07:04: Deswegen hab ich in den zehn Jahren, in denen ich Ministerpräsident war Die Initiative zur Gründung der Schlossbesitzer, der privaten Schloss-Besitzer sehr stark mitbetrieben.

00:07:15: Weil ich einfach auch diese Menschen sichtbar machen wollte.

00:07:18: Ich sie eingeladen habe.

00:07:19: Lasst in Thüringen auch ... zeigt euch!

00:07:22: Lasst sehen was ihr gemacht habt und es bleibt eine Anekdote die werde ich nie vergessen einen dieser Enthusiasten oder Verrückten, je nachdem aus welchem Blickwinkel man drauf guckt habe ich gefragt was hat sie denn dieses Objekt dieses Schloss dass in das hier offensichtlich verliebt sind?

00:07:41: Was hat Sie das gekostet?

00:07:43: und die Antwort kam spontan meine Ehe.

00:07:46: Und dann war ich geplettet.

00:07:48: und tatsächlich in der Tat seine erste Ehe ist daran gescheitert weil am Ende die Last diese Familie sehr bedrückt hat.

00:07:56: Heute ist er mit einer neuen Partnerin in dem Ensemble unterwegs, sie laden Gäste ein.

00:08:03: Sie sind ein Gästerhaus geworden aber es bedarf einer großen Kraft dass man nicht gefressen wird von einem Objekt.

00:08:11: deswegen habe ich eine Hochachtung vor diesen privaten Initiativen die sich dort gekümmert haben weil das kann der Staat alleine nicht stimmen.

00:08:21: Der Bund, die Bundesrepublik Deutschland hier am Reichstag gestemmt hat ist eine außerordentliche Leistung.

00:08:28: Aber die kann man nicht an jeder Stelle wiederholen.

00:08:31: Deswegen ist das heute der Reichstag das Symbol des Vereinten Deutschlands und des Wiedervereintens Deutschlands.

00:08:38: Es ist auch Symbol von einer friedlichen Entwicklung weil die dunklen Flecken dieses Hauses möchten wir nicht wieder haben.

00:08:47: Sie haben es gerade angesprochen, der Bundestag beziehungsweise das Bundestagsgebäude ist ja ein Denkmal in öffentlicher Hand.

00:08:55: Wenn man übers Land fährt dann hat man auf dem Land eben sehr viele kleinere Häuser die in privater Hand sind und oft mit persönlichen Einsatz erhalten werden.

00:09:06: Ist denn der Unterschied wirklich so groß oder geht es am Ende um dieselbe Verantwortung gegenüber Geschichte und Gesellschaft?

00:09:15: Wenn der Staat in ein solches Denkmal hineingeht, ist es immer auch eine Frage von Symbolik.

00:09:21: Soweit ist die Frage, was machen wir und welche Aufgabe hat das jeweilige Denkmal?

00:09:27: Die Wartburg ist etwas, dass uns prägt.

00:09:31: Der Reichstag ist etwas ,was uns präägt.

00:09:34: Das sind Denkmale, die eben auch Lernen- und Lebensort sind oder Orte der Demokratie.

00:09:40: An anderen Stellen haben kommunale oder staatliche Stellen angefangen neue Ideen zu entwickeln.

00:09:47: Deswegen ist es die Aufgabe Das Denkmal zu erhalten gleich.

00:09:52: Nur der Unterschied ist, ob ich öffentliche Gelder... in einer Größenordnung zur Verfügung habe oder ob ich privat mobilisieren muss.

00:10:01: Denn die öffentliche Denkmalpflege, die wir finanziell unterstützen können aus den ganz normalen Denkmalflegefonds reichen ja bei Weitem nicht aus das alles zu stemmen.

00:10:11: Deswegen ist es das private dass mich so beeindruckt und das hab' ich auch gerne immer wieder unterstützt um zu sagen okay wer anfängt Stück für Stück reinzugehen?

00:10:21: Ich habe einen Schlossbesitzer kennengelernt der aus der Familie im weitesten Sinne ein Stammsitz wieder übernommen hat.

00:10:31: Und dann habe ich gesagt, was muten Sie sich zu?

00:10:34: Das sind doch, weiß ich nicht, dreihundert Räume die da offenkundig zuentwickeln sind.

00:10:40: und er sagt, ich bin jung genug wir fangen in der mittleren Entage an.

00:10:44: Ich fange erstmal mit meinem privaten Bereich an dann gehe ich weiter, wenn Familie mit herzieht.

00:10:51: Dann gehe ich in den dritten Schritt, wenn ich mein Büro von München hierher

00:10:57: verlege.".

00:10:57: Das fand ich faszinierend, dass jemand sagt also ich breche nichts übers Knie und umgekehrt habe ich Menschen kennengelernt die sich an solche Objekte daran getraut haben, die noch gar nicht wussten wie es finanziert wird.

00:11:10: Die einfach gesagt haben wir können den Verfall nicht laufen lassen.

00:11:17: Nachdrückliche Erfahrungen gesammelt, das ist der Schloss Reinhardsbrunn.

00:11:21: Das ist quasi die Wiege dessen was Thüringen ausmacht.

00:11:25: Das sind die Entstehungsgeschichte des Landes Thüring und die Grableger auch der Thüringer.

00:11:34: Was dieses Schloss durchlaufen hat – durch Kriminalität, durch Vandalismus, durch Zerstörung?

00:11:40: Durch Hoffnung und Niederlage!

00:11:43: Das musste ich erst mal mit einer Enteignung retten und sichern.

00:11:49: Es ist die einzige Enteignung in Deutschland, die jemals stattgefunden hat wo Denkmalschutzrecht angewandt worden ist.

00:11:55: Das Denkmatschutzrecht sieht das vor aber es hat noch nie jemand versucht.

00:11:59: Das entstanden aus dem Zusammenwirken meiner Vorgängerin Christine Lieberknecht und mir.

00:12:05: also spielt das Parteibuch überhaupt keine Rolle sondern unser Herz unserer gemeinsamen.

00:12:11: Unsere Sicht darauf war, wir dürfen diese Zerstörung nicht weiter laufen lassen.

00:12:16: Aber die Nutzungsidee wohin soll das Schloss heute entwickelt werden?

00:12:20: liegt immer noch nicht vor.

00:12:22: Deswegen ist im Moment erst mal der Verfall angehalten worden.

00:12:25: Das hat schon viel Geld gekostet.

00:12:27: Der Vandalismus ist unterbrochen worden.

00:12:30: Jetzt fängt es an.

00:12:31: Die Kapelle ist in einem wunderbaren Zustand hergestellt worden.

00:12:35: Da kann man reingehen und sehen wohin eine denkmalgerechte Sanierung geht.

00:12:40: aber Ich neige dazu, auch langsam zu machen und ich empfehle allen die dafür heute Verantwortung tragen.

00:12:47: Einen leeren Vogel einfach mit viel Geld aufzubauen wäre eher Disneyland.

00:12:52: Und deswegen kommt es auch immer auf die Nutzung an.

00:12:56: Das ist bei den Privaten so.

00:12:58: Sie haben angefangen sich zu überlegen was wie wollen wir damit leben?

00:13:03: Deswegen sind das die Motivationen unterschiedlich Die Zugänge zu Geld sind unterschiedlich, aber die Pflege ist die gleiche.

00:13:13: Und die Herausforderung das Ensemble zu erhalten ist die Gleiche und manchmal muss man sich dann auch aktiv auseinandersetzen mit den Behörden weil Denkmal Schutz zu haben kann auch zu einer Last werden wenn man sich in den Kopf setzt ich reiß da mal irgendwas ab oder ich greifte mal in das Bauwerk ein.

00:13:33: Und deswegen so eine dritte Erfahrung, die ich gesammelt habe – ein Objekt, wo ich froh war, dass es von privaten Nicht-Nutzern an einen privaten Nutzer nach dreißig Jahren Leerstand gegangen ist.

00:13:44: und dann waren wir mit dem Landesdenkmalpfleger drin und haben festgestellt, es ist nicht rettbar.

00:13:49: Die Substanz ist in den Dreißig jahren so zerstört worden.

00:13:56: Käufer des Gesamt-Ensembles den Schloss Park in Ordnung bringt, die Kubatur das Gebäude wieder herstellt.

00:14:03: Also bei der Neuerrichtung tatsächlich darauf achtet dass auch das Treppenhaus und die alte Kubatur komplett erhalten wird also wieder errichtet und umgekehrt alles was sie vor dem Abriss entnommen wurde, wieder eingebaut wird.

00:14:19: Dass man die Teile, die das Gebäude prägen, wieder mit sichtbar macht... komplett privates Geld.

00:14:28: Und der muss durchrechnen, dass es für ihn sich auch ökonomisch rechnet.

00:14:32: mit dem Ensemble des Gästehauses und des Bettenhauses sowie einem Gastroangebot ist das aber auch auf einem erfolgreichen Weg.

00:14:42: Deswegen ist es ein Miteinander des Behörden und private Denkmalbesitzer gut miteinander reden aufgemacht das Gespräch zu suchen oder das Gesprich mitzubegleiten.

00:14:58: Wir sprechen ja immer von dem Erhalt des Baukulturänenerbes.

00:15:01: aus Ihrer Sicht, was bedeutet es?

00:15:04: Erhalt heißt nicht einfach zurückzugehen wie's mal gewesen ist.

00:15:08: Erhalt bedeutet die Grundsubstanz des Gebäudes so sichtbar zu machen dass die heutige Nutzung den Charakter abbildet.

00:15:18: Das heißt aber die heutzige Nutzung ist nicht mehr identisch mit der Nutzungen von vor hundert, zweieinhalb oder dreieinheit Jahren.

00:15:25: also zurück zu einer Höhenburg bei der ein Ritter in einer Ritterrüstung rumrennt macht nun keinen Sinn.

00:15:32: Warum braucht es aus ihrer Sicht Denkmalschutz?

00:15:35: Wo ist die gesellschaftliche Relevanz Vor allen Dingen wenn man jetzt nochmal den Fokus legt auf den ländlich strukturierten Strukturschwachenraum

00:15:44: Wenn sie Alles freigeben ökonomisch zum Abriss.

00:15:50: Weil sie irgendein anderen Bewirtschaftler finden, der sagt das kann nicht alles viel billiger und viel einfacher.

00:15:56: Dann hätten wir kein baukulturelles Erbe.

00:15:59: Deswegen ist die eigentliche Herausforderung der Denkmalschutz soll ja nicht lästig sein.

00:16:03: Der Denkmatschutz soll erhalten was in den jeweiligen Zeitepochen da war und was in den jeweiligen Zeitepochen prägend war.

00:16:12: Worum es bei Denkmalschutz bei uns geht, ist tatsächlich baukulturelles Erbe sichtbar zu machen.

00:16:18: Und jetzt kommt die Frage wie nutzen wir das?

00:16:21: Ich bleibe mal beim Beispiel der Gutshöfe.

00:16:24: waren also Mecklenburg-Vorpommern Brandenburg der ganze Ostdeutsche Raum.

00:16:31: ich rede jetzt vom ostdeutschen Siedlungsraum.

00:16:35: Wenn man dem folgt, spürt man das die Sortierung über Gutshäuser geprägt ist.

00:16:43: Diese Guts Häuser waren eben auch Teil von ländlichem Leben und in einer Wechselwirkung zu den Herrschenden.

00:16:52: Weil jeder Gutshof gehörte wieder zu einer Adelsfamilie Und war Ernährungsgrundlage für diese Adels-Familien.

00:17:00: Das Drama beginnt als die Gutshöfe nicht mehr die Erträge erwirtschaftet haben, damit man seine Repräsentanz in der Stadt noch bezahlen konnte.

00:17:10: Und einzelne Adelsfamilien haben dann angefangen sich umzustellen.

00:17:14: entweder haben sie die Guthöfe verscheuert oder Sie sind in den Gutshof gezogen und sind dann selbst bewirtschafter geworden.

00:17:21: Es gibt also sehr unterschiedliche Entwicklungen.

00:17:23: Dann kommt das DNS-Zeit, dann sind wiederum große Denkmäler geschendet worden, also nicht nur der Reichstag als Ruine d'Erstand sondern eben auch bei uns im Schwarzer Tal wo ein wunderbares Schloss einfach nach innen so kaputt gemacht worden ist.

00:17:45: dass wir heute im Denkmalschutz rechtlichen Rahmen das Kaputt gemachte, sogar sichtbar machen.

00:17:50: Also denkmalschutz hat dann entschieden und die Stiftung Thüringer Schlösser & Gärten hat es so entwickelt, dass auch die Zerstörung in der NS-Zeit in dem Objekt sichtbaar als Wunde bleibt – sie schmerzt wenn man reingeht!

00:18:03: Aber es ist eine neue Nutzung drin also mit der Wunde, die man dort denkmalrechtlich archiviert hat.

00:18:13: Und deswegen ist Denkmalschutz schon auch ein lebendiger Prozess.

00:18:16: und deswegen im ländlichen Raum einen Gutshof heute zum belebten Ort zu machen.

00:18:21: In Einladen zu gestalten, das ist eine unglaubliche... positive Wirkung, die dort private Gutshofbesitzer mittlerweile entwickelt haben.

00:18:33: Und das findest du tatsächlich wenn du in den Norden gehst an ganz vielen Stellen.

00:18:37: Du kannst da einkehren.

00:18:39: meistens sind es kleine Pensionen-Hotel-, Hotelbewirtschaftungen oder ähnliches Gästehäuser, also unterschiedlichste Formen oder eben einfach private Häuser die aber auch geöffnet sind.

00:18:53: Hab ich wieder in einem Beispiel eine ehemalige Fabrikanten-Willer in Hirschberg.

00:18:58: das ist mittlerweile ein Kulturort geworden.

00:19:02: da haben sich Kulturschaffende aufgemacht in dieses Gebäude tatsächlich so viel Kultur reinzubringen dass es wieder ein anziehender Magnetis.

00:19:14: Denkmalschutz ist Kultur und damit Aufgabe der Länder.

00:19:17: Was kann dortige Politik überhaupt an weiteren Leisten zum Schutz des baulichen Erbes?

00:19:22: Was ist Aufgabe der Politik?

00:19:24: Erstmal so, dass der Denkmalschutz auch ein beambtenrechtlicher Vorgang ist.

00:19:29: Das heißt du hast erst mal eine Behörde Und du hast diejenigen, die dort ein wachsames Auge haben.

00:19:36: Du hast den Bodendenkmalpflege und die Gebäude-Denkmalpflege.

00:19:40: Alleine was wir an Boden gefunden hatten als Autobahnen gebaut worden sind oder die neue Eisenbahnstrecke gebaut worden ist.

00:19:48: Das alles vorher richtig zu sichern!

00:19:51: und dabei völlig verrückte, unvorhersehbare Schätze zu finden.

00:19:57: Und ich meine jetzt nicht ökonomische Schätze sondern historische Schätze eine ganze Grabgruppe eines frühen Fürsten der stattlich beigesetzt worden ist Der Fürstenhügel an dem entsprechend jetzt sogar architektonisch In dem Jahr haben die den Architektenpreis bekommen für die Raststätte, die am Fuße des Fürstenhügels errichtet worden ist um dort aufmerksam zu machen was der Fürsten-Hügel hier bedeutet.

00:20:30: Das heißt Denkmalschutz und Denkmalpflege sind ein Teil der politischen Aufgabe die aber Lebendigkeit ermöglichen muss.

00:20:38: Der zweite Teil ist wie viele Gelder stehen zur Verfügung?

00:20:41: und da ist die Weste endlich.

00:20:44: Also der Topf ist nicht sonderlich groß.

00:20:48: Und die dritte Dimension ist, was kann man unterstützen damit im ländlichen Raum Lebendigkeit entsteht?

00:20:56: Was kann man an Unterstützung leisten Dorfstiftung mit auf den Weg bringen Gemeinderarbeit als selbstverständlich zu fördern Da ist in Thüringen eine ganze Menge passiert und wird jetzt auch wieder weiterentwickelt, dass die sogenannte Ehrenamtstiftung wo ehrenamtliche in den Orten mit unterstützt werden um solche Projekte ins Laufen zu kriegen oder am laufen zu halten.

00:21:21: Und deswegen es ist ein Zusammenspiel vielerlei Dinge aber es ist keine Wundertüte.

00:21:26: Also es ist nicht so, dass man sagt na da kommt die Fee und macht mal Plingen.

00:21:31: An Schloss Reinhardsbrunn hätte ich gerne mal Pingen gemacht aber das dort einen mehrstelligen Millionenbetrag jetzt hineinzugeben ohne die Nutzung geklärt zu haben macht meines Achtens keinen wirklichen Sinn.

00:21:45: Wir hatten vor geraumer Zeit mit Dr.

00:21:48: Stefan Skudelny von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eine Folge Und da kam dann auch die Frage auf Denkmalschutzgesetze der Länder, die sind ja sozusagen der normative Rahmen für den Erhalt.

00:22:03: Aber wenn man übers Land fährt dann sieht man gerade in Ostdeutschland aber auch in Westdeutschen Streckenweise eben viele Häuser verfallen.

00:22:14: und die Frage dabei war warum ist es so?

00:22:17: Es gibt einen gesetzlichen Rahmen.

00:22:20: Ist es fehlender politischer Wille oder eine mangelnde Mangelndes öffentliches Bewusstsein?

00:22:26: oder sind es einfach auch nur, ist das fehlende Mittelausstattung.

00:22:31: Also wie kann sozusagen... Wie kann der gesetzliche Rahmen mit Leben gefüllt werden?

00:22:40: Sie mutmaßen gerade an ein paar Stellen die ich so gar nicht in den Vordergrund stellen würde.

00:22:45: Das drängt sich zwar auf wenn sie mit der Stiftung Denkmalpflege darüber reden dass das die Motivation sein könnte aber tatsächlich wenn ich auf Ostdeutschland gucke, andere Erfahrungen.

00:22:56: Das sind private Besitzer, die in der Wende geglaubt haben, sie könnten Schnäppchen machen.

00:23:03: Ich habe einen Ort, in dem wahrscheinlich dreißig Immobilien weltweit verkauft wurden und von den Immobiliebesitzern kümmert sich keiner einziger.

00:23:14: Die Frage ist wie kriegt man das eigentlich geknackt?

00:23:17: Das würde ein Bürgermeister gerne machen.

00:23:23: In Greiz gab's jetzt so eine Situation, da ist dann von diesem Gebäude aus Gefahr für Leib und Leben ausgegangen.

00:23:31: Und der Bürgermeister sagt ich kann doch nicht einfach die Straße sperren weil sich hier jemand um seinen Eigentum nicht kümmert.

00:23:36: Jetzt kommt die Besonderheit, Eigentums verpflichtet ja aber ins Eigentuum eingreifen ist nicht unkompliziert.

00:23:45: das es mir gelungen ist Reinhards Brunne über den Denkmalschutz zu knacknen Und die Enteignung hinzukriegen, hat aber immerhin sechs Jahre gedauert.

00:23:56: Wenn ich die Vorarbeit von Christine Lieberknecht mitrechne reden wir von acht Jahren bis es zum Erfolg geführt hat und es hätte danach noch möglicherweise nochmal acht Jahre dauern können wenn dann der eine der da noch immer als Quero Land im Weg war nicht aufgegeben hätte.

00:24:14: Aber an anderen Stellen Wenn ich an dem Beispiel bleibe von einem Ort, wo ich sage wahrscheinlich, dass man in der ganzen Welt im Mobilien verkauft.

00:24:23: Kaum eins von denen steht unter Denkmalschutz.

00:24:26: Das heißt mit dem selben Hebel von Reinhards Brunn kannst du gar nicht rein!

00:24:29: Du müsstest also für dich heute entscheiden... ...schaffen wir es?

00:24:35: den Rechtsrahmen zu öffnen, damit Gebäude die zehn Jahre lang nicht genutzt werden und sie nach innen verfallen.

00:24:42: Dass solche Gebäuden dem Eigentümer weggenommen werden.

00:24:45: Dann muss man den Mut haben irgendwann Entscheidungen

00:24:48: zutreffen.".

00:24:49: Und diesen Mut hatte offenkundig die deutsche Politik noch nie!

00:24:52: Das wird mir dann immer unterstellt weil ich ja linker bin dass sich immer schnell mit enteignen wäre und da sage Menschen, die sich um ihre Vermögen oder um ihren Erbe oder um ihr Eigentum nicht kümmern.

00:25:06: Den müsste man es irgendwann tatsächlich abnehmen wenn du sie nicht zwingen kannst also wenn du Sie nicht rechtlich nicht zwingen kannst dass sie den erhalt sichern.

00:25:16: Und deswegen sind, also jedenfalls für Ostdeutschland würde ich sagen die meisten der verfallenen Grundstücke.

00:25:22: Grundstücken, die durch Erbschaften ungeklärt worden sind, die verscheuert worden sind und die Spekulationsobjekte waren was ich für unerträglich halte.

00:25:33: Wenn ich das noch ergänzen darf politisch damit wir wissen über was wir reden wenn in Berlin dreißigtausend Wohnungen leer stehen aus Spekulationsgründen dann ist das dasselbe Rechtsthema.

00:25:44: Dann muss man darüber irgendwann mutig reden und sagen, das kann man nicht laufen lassen.

00:25:49: Und in Orten ... In Orten ist es ortsbildprägend.

00:25:54: Wenn du in einer Straße ein kaputtes Haus hast, wirkt sich das auf den Rest des Charakters des Ortes negativ aus.

00:26:03: Broken windows!

00:26:06: Deswegen werde ich sehr dafür, dass wir den Hebel schaffen.

00:26:10: Wir haben mit Mitteln, Dorferneuerungsmitteln und anderen Sachen geschafft.

00:26:15: Denen die auf Eigentümer zugegangen sind und es geschafft haben dass die Eigentürme aus dem Eigentum raus gegangen sind.

00:26:23: Zu sagen okay wenn die Objekte verfallen sind können sie auch abgerissen werden.

00:26:29: Das haben wir eine Zeit lang mit ABM-Kräften und ähnlichen Förderinstrumenten geschafft zu bereinigen.

00:26:36: Für einige Orte ist es gelungen, aber an anderen Stellen merke ich wie diese thirty acht Objekte die international verscheuert worden sind der Bürgermeister oder die Bürgemeisterin verzweifelt daran weil sie nicht mal Antworten kriegt wenn Sie dorthin schreibt.

00:26:53: das gibt's aber auch in einer gegenüberliegenden Seite.

00:26:55: Wenn man jetzt an den Häusern arbeitet merkt man ja Umfeld auch, dass es eine positive Auswirkung hat.

00:27:01: Das absolut!

00:27:02: Aber das setzt voraus, dass du erst mal in das Gebäude kommst?

00:27:07: Es gibt ein Objekt, das ist mit meinem Namen verbunden.

00:27:11: darüber lache ich immer.

00:27:13: Ich bin in Rameloge Wesen und habe vor diesem Gutshof Ramello gestanden.

00:27:18: Das ist zwanzig Jahre her.

00:27:20: Ich bin extra dorthin gefahren fast Richtung polnische Grenze, Strelitz um die Ecke und bin durch den ganzen Ort gegangen weil ich wissen wollte was hat das mit meinem Namen zu tun.

00:27:34: Und bin über ein Friedhof gelaufen ob ich auf dem Friedhof irgendwie vielleicht einen Grabstein sehe oder irgendeine Quelle oder ein Hinweis darauf.

00:27:44: und dann stand ich vor diesem damals schon halbverlassenen Gutshof.

00:27:49: Rammelo tut ja richtig weh.

00:27:54: Da es aber für meinen Herzen viel zu weit weg war von meinem Lebensmittelpunkt, habe ich das einfach für mich so abgeschlossen und hab den Ort wieder verlassen.

00:28:04: Hab mich halt neben das Ortsschild gestellt und ein Foto gemacht.

00:28:07: Und jetzt habe ich bei der Vorbereitung zu diesem Podcast über eure Hilfe auf einmal Kontakte nach Ramelow gekriegt Gutshof Ramello sanieren.

00:28:24: Und in dem NDR-Beitrag, den ich dann gesehen habe wird dann deutlich, dass das Objekt nach innen schon so viele Mängel hatte und sie so viel erst mal am Raus räumen sind.

00:28:34: Ich sehe den Enthusiasmus dieser Menschen die einfach sagen Nein wir sehen Dieser Hof hat uns gerufen und wir fangen an uns hinein zu begeben und wir wissen noch nicht wie es endet.

00:28:46: Wir wissen nur es wird uns sehr beschäftigen.

00:28:49: Deswegen hab' ich gedacht Tolle Geschichte.

00:28:52: Und das sind so die Stories, das sind die Geschichten wo ich erlebe dass so ein Ort, so einen Dorf Die Nachbarn anfangen mitzuziehen sich neu zu positionieren.

00:29:05: und deswegen sage ich Sich diese Herausforderung zu stellen dem eigenen Erbe zu stellen den baulichen Erbe in der Mitte eines Ortes führt auch zur Veränderung für den Ort selber.

00:29:18: Es geprägt ist, wie in den nördlichen Regionen.

00:29:21: Wenn wir über die Gutshof-Tradition reden, dann reden wir eben auch über die Zehenscheune oder die großen Scheunen, die dazugehört haben und da sind immer die Frage Sind die noch da?

00:29:32: Was für eine Nutzung haben sie heute?

00:29:33: was kann man darin machen?

00:29:35: Und meistens sind das Orte bei denen Kultur stattfindet.

00:29:39: Also unter diesem Aspekt gibt es ganz viele Kulturveranstaltungen Die ja Über diese Dörfer drüber gelegt worden sind, um sie mit einzubinden.

00:29:50: Um sie einfach auch musikalisch zum Klingen zu bringen?

00:29:53: Sie sind ja eigentlich auch die Identität der Orte.

00:29:55: also die meisten die da aufgesiegelt wurden sind nach der Enteignungsgeschichte sind hier einfach auch mit diesen Häusern stark verbunden über Generationen hinaus.

00:30:03: das erfahren wir ja selber auch gerade dass es halt einfach eine Generation ist, die dort neu angefangen hat und wirklich zwei drei Generationen weiter immer noch eigentlich der zentrale kulturelle Mittelpunkt der Dörfer sind neben der Kirche

00:30:17: Absolut, die Friedhof ist sowieso die Visitenkarte von einem Dorf.

00:30:21: Wenn ich in ein Dorf komme, gehe ich in der Regel erst mal über den Friedhof weil dann siehst du wie das Klima am Dorf ist.

00:30:28: Du kannst es erkennen an der Art wie die Gräber gepflegt werden und vor allen Dingen wie die alten Gräbern gepflegt werden.

00:30:34: Und da habe ich Ramelo noch in Erinnerung.

00:30:36: Der Friedhof war top in Ordnung.

00:30:39: Wir waren witzigerweise auch da in Ramello und haben witzigerweise auch eine Radfahrerin getroffen, um uns nach dem Besitztürmann sozusagen mal zu erkundigen.

00:30:46: Und auch auf Veranstaltung wo wir vertreten waren sind wir immer wieder nach Ramelo gefragt worden.

00:30:51: also dann merkt man es sehr starke Verbundenheit im Ort.

00:30:53: Ja klar

00:30:54: das ist doch prägend.

00:30:55: der ort heißt so Der Gutshof heißt so Das heißt die Identifikationen Ist etwas sehr prägentes.

00:31:03: und dass es bei den meisten Gutshöfen so.

00:31:06: Gutshöfe sind meistens der zentrale politische Ort in diesem Dorf über zumindest zwei, dreihundert Jahre bis dann die Brüche losgehen.

00:31:22: Den meisten dieser Gutshöfe sind ja dann die Geflüchteten untergebracht worden oder die Vertriebenen untergebracht worden.

00:31:29: Das heißt, du hast eine Generation, die erst mal geprägt ist dass sie unter schwierigsten Umständen in diesem Objekt zusammengepfercht waren und danach Zu DDR-Zeiten wird es dann meistens genutzt als Kindergarten oder als Grundschule.

00:31:46: Da erinnern sich wieder ganze Generationen dran und sagen, ich bin da in der ersten, zweiten, dritten Klasse gewesen.

00:31:53: Und dann kommt die Zeit der Wände und meistens verliert das Objekt die Nutzung.

00:31:59: Aber du hast natürlich bis dahin auch Benutzungsspuren, die auch eine Hinterlassenschaft sind.

00:32:08: je nachdem wie die Öfen geheizt worden sind, je nach dem mit welcher Qualität da gearbeitet worden ist.

00:32:14: Also ich habe ja ein paar Jahre in meinem Leben tatsächlich auf einer Höhenburg gelebt.

00:32:19: also ich hab vier Jahre auf einer höhenburg gelebt.

00:32:22: Ich weiß was es im dicken Gemäuer Im Winter zu wohnen heißt.

00:32:27: Was angenehm ist im Sommer, dass du eine angenehme Kühle hast in deinem Zimmer aber bis es im Winter warm wird.

00:32:35: also die Burg auf der ich gewohnt hat, die brauchte zwei Heizer und immer riesige Mengen an Eierkohlen, die in diese große Heizanlage reingeschaufelt worden sind damit alle, die in dem Objekt gelebt haben auch tatsächlich warmes Wasser hatten und Duschen gehen konnten.

00:32:53: Und eben auch gewerbete Zimmerten.

00:32:56: Bewerbung!

00:32:57: Du weißt ja wir vom Gutshausport – Wir haben einen riesen Fable für die Denkmale unseres Landes.

00:33:02: Und natürlich sind da auch große Fans von den Menschen, die dahinter stehen.

00:33:05: Die, die mit viel Liebe und Geduld unsere Kulturgüter für uns bewahren entwickeln aber auch erlebbar machen.

00:33:12: Und genau deswegen lieben wir auch den Tag des offenen Denkmals, der in jedem Jahr organisiert wird von der deutschen Stiftung Denkmalschutz und in diesem Jahr am threizehnten September stattfindet.

00:33:24: Das ist das größte Event in ganz Deutschland für die Denkmal-Szene.

00:33:30: Wir übertreiben überhaupt nicht wenn wir sagen, dass sich Tausende von Denkmale angemeldet haben und damit auch Millionen von Besuchenden erwartet werden!

00:33:40: Wir haben es selber getestet, wir wollten natürlich gut Woltersdorf auch anmelden.

00:33:44: Sind auf die Webseite der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gegangen?

00:33:47: Das ist der BWW-Tag des offenenDenkmals.de.

00:33:50: In der URL trennst du alle Wörter sympathisch mit einem Binnestrich.

00:33:54: Hier findest Du alle Informationen, die Du brauchst wenn Du selber Dein Denkmal dort anmeldern möchtest Anmeldeschluss des Dreißigster Sechster in diesem Jahr.

00:34:02: Und wenn das nicht klappt mit der eigenen Anmeldung, dann steht es gesamte Team der deutschen Stiftung Denkmalschutz mit an deiner Seite.

00:34:09: Damit auch du dein Denkmal zeigen kannst!

00:34:11: Wir freuen uns darauf und damit ist die Werbung zu Ende!

00:34:16: Häufig erleben wir ja dass private Initiativen auch Impulse für eine regionale Entwicklung geben können oder Beiträge dazu leisten können.

00:34:26: was sind die Voraussetzungen?

00:34:28: Was denken Sie um diese Impulse zu erzeugen?

00:34:32: Es beginnt mit Enthusiasmus.

00:34:34: Also derjenige muss, der sich da aufmacht, viel Kraft mitbringen und deswegen bewunder ich das weil es ist altes Gemäuer, viel Geschichte und noch mehr Verantwortung.

00:34:47: aber tatsächlich was sie sagen habe ich vielfach erlebt dass auf einmal angefangen worden ist wieder eine Apfelplantage aufzubauen, Apfelsaft zu kältern oder Johannes Bersaft herzustellen.

00:35:00: Oder daraus am Ende neue Kreationen, ganze Marken die mit dem Objekt verbunden sind.

00:35:10: und das ist das wo ich sage dass es die Kreativität von Menschen die sagen das ist nicht nur ein bisschen Farbe an die Wand sondern es ist unser Leben ist das Hinwenden auf so ein Objekt.

00:35:29: Ein Veränderungsprozess des eigenen Lebens, aber es verändert auch die Nachbarschaft und sehr umtriebige haben dann wirklich angefangen aus der Situation heraus neue Produkte zu entwickeln, die wiederum vertrieben werden über Netzwerke.

00:35:48: da habe ich also als Landtüren wieder mitgenommen zur Grünen Woche.

00:35:53: Wir haben die eingeladen, haben gesagt zeigt eure Produkte und da waren schon Sachen dabei, die mich jedes Mal fasziniert haben.

00:36:02: Eine dieser Initiativen ist der Ostdeutsche Schlössertag an dem ostdeutsch Bundesländer sich zusammengetan haben und ihre privaten Türen am Pfingstmontag zu öffnen.

00:36:12: Man ist an sie herangetreten als Sturmherr und Sie haben gar nicht gezögert.

00:36:17: was bedeutet das für Sie?

00:36:18: Ich bin Tief berührt davon, dass die Idee so entstanden ist um zu sagen wir machen sie in ganz Ostdeutschland.

00:36:26: Wir laden alle anderen Bundesländer mit ein.

00:36:28: Wir sprechen die an, von denen wir wissen da gibt es auch Vereinsstrukturen.

00:36:34: Ich habe ja erzählt in Thüringen war ich jemand der das mit initiiert hat.

00:36:39: Über unser Gespräch bin ich dann drauf gekommen wo ihr überall vernetzt seid.

00:36:43: über Ramelow kam dann auf einmal der Hinweis dass es da auch Investoren gibt Die über eine lange Distanz an solchen Themen dran sind und Überall diese Menschen, so ein Netzwerk verbunden worden ist zu sagen ja wir wollen es auch zeigen.

00:36:58: Wir wollen auch als Marke sichtbar werden nämlich dass das eine private Initiative ist von Menschen die alle persönlich dafür haften was sie tun.

00:37:08: Die sich also nicht hinter öffentlichen Geldern verstecken, die sich nicht dahinter verschanzen.

00:37:13: man müsste mal.

00:37:15: Diese Man müsste mal grauben am meisten nur die Zeit weil man müsste Mal ist immer ungeklärt, wer Mann ist.

00:37:22: Man ist immer jemand anderes, jemand Fremdes.

00:37:24: hier sind es ganz konkret Besitzer Eigentümer Menschen die sich in ein Eigentum Begeben haben das große Verpflichtung bedeutet.

00:37:36: und deswegen sage ich ja es ist Geschichte Es ist Enthusiasmus aber es ist auch Verantwortung.

00:37:42: Und deswegen habe ich um mich zu bedanken, bei denen die dort in die Verantwortung gegangen sind ohne zu zögern gesagt das mache ich gar nicht.

00:37:50: Ich bin Garnischirma für diesen Pfingstmontag und ich werbe dafür dass viele Menschen in ihre Herrenhäuser, in ihre Gutshäuse, in die Schlösser, in den Burgen, in der Remise oder in die Zehnscheuer das was geöffnet ist da in der Nachbarschaft wo das Markenzeichen der gemeinsamen Verbundenheit zu sehen dass man einfach den Pfingstmontag nutzt und ich hoffe, dass daraus so noch ein Stück mehr Welle wird.

00:38:19: Dass man sieht da steckt ganz viel gesellschaftlicher Enthusiasmus drin.

00:38:22: Und dann muss man immer sagen privater Schlossbesitzer zu sein oder privater Gutshof-Besitzer oder Denkmalbesitzer löst ja in manchen Fällen noch einfach Neid und Missgunst, Fehlerinschätzungen aus.

00:38:42: Viel romantische Vorstellungen wie viel harte Arbeit da drin steckt möchte derjenige dann gar nicht wahrnehmen.

00:38:49: aber im Kern hilft so einen tag der offenen tür um zu sagen es sind nachbarn.

00:38:55: Es sind einfach nette freundliche Nachbarn, es sind keine bösen raubritter die jetzt nur kommen um in den ort einzufallen und sich das kulturelle erbe anzueignen.

00:39:09: und zum glück es sind auch keine ölscheichs wie man's in den neunzigern immer hofft dass da noch irgendein ölscheich oder irgend ein mächtiger um die ecke kommt oder einen Elon Musk, oder Peter Thiel oder ich weiß nicht wer.

00:39:24: Auf die kann ich alle verzichten, die mit sehr viel Geld zwar ausgestattet sind aber die nicht in der Lage wären soviel zu bewegen wie jeder private Schlossbesitzer bewegen muss.

00:39:37: er muss nämlich zuerst mal sich selber bewegen Er muss seine Angst bewegen!

00:39:43: Er muss die Angst seiner Partnerin seines Partners bewegen und muss dann noch mit viel Fröhlichkeit an eine Baustelle herangehen, wo andere sagen der hat ja einen Knall.

00:39:56: Und deswegen sage ich bin so dankbar dass Menschen einfach mit soviel Enthusiasmus unterwegs sind.

00:40:00: Dafür sage ich am Pfingstmontag mein Dank indem mich als Schirmer sehr gerne fungieren.

00:40:06: Könnten Sie noch zwei drei Worte dazu zusammenfassen?

00:40:09: was ist das für ein Menschenschlag?

00:40:12: Der sich da so engagiert für uns alle?

00:40:15: Es gibt Menschen die reden immer nur und reden immer über andere Und es gibt Menschen, die überlegen sich was kann ich machen.

00:40:26: Was mache ich sinnvoll mit meinem Leben?

00:40:28: Meine Frau sagte mal an einer bestimmten Stelle als wir unser Holzhaus gesehen haben.

00:40:36: Wir sind da rein.

00:40:37: dieses Holzhaus war in sagen wir mal einen mäßigen Zustand ums freundlich zu sagen völlig zugewachsen wie als wenn Dornröschen zugeschlagen hätte.

00:40:51: Und nach einer halben Stunde sagt sie, das Haus hat mich gerufen und so haben wir uns entschieden das Haus zu kaufen.

00:40:59: Und zu sagen okay, wir fangen an es zu sanieren und dann mittlerweile ein Vielfaches von dem reingesteckt was wir uns vorgenommen hatten.

00:41:07: Das heißt Wir leben mit im Haus und das Haus lebt mit uns.

00:41:11: Das steht nicht unter Denkmalschutz, aber es ist in einer bestimmten Zeit entstanden und das ist für die Region typisch.

00:41:17: Und es stehen noch so ein paar ähnliche Holzhäuser dort weil dass die Entwicklung der Bleihloch-Taltsperre vor hundert Jahren war.

00:41:24: Da sind diese Holzhäuser offenkundig von Halbfabrikaten offenkündig ein Stück weit mehr seriell hergestellt worden und dieses Objekt Als wir es dann angefangen haben zu sanieren, haben wir innen drin Brandspuren gefunden und konnten uns das nicht erklären.

00:41:45: Dann bin ich ins Archiv in der Gemeinde und habe die Jahreszahl gefunden irgendwann in den Fünfzigerjahren, wann das Haus tatsächlich gebrannt hat und was da passiert ist.

00:41:53: Und viele Geschichten, die mir dann begegnet sind bis hin zu einer älteren Dame, die mich irgendwann begegnete bei irgendeinem Termin und dann sagt sie Ich weiß wo Sie wohnen.

00:42:05: Da hab ich bis zu meinem fünften Lebensjahr drin gewohnt.

00:42:08: Das berührt mich und das ist was mich umtreibt, was mich bewegt wenn ich auf solche Menschen schaue die sich in das Eigentum begeben und sich aufs Abenteuer einlassen.

00:42:22: Das Abenteuern des Gebäudes, das Abenteur des Lebens derer die davor schon waren.

00:42:27: Und so sagen wir wollen es weiter leben!

00:42:32: Wir wollen es weiterhin entwickeln.

00:42:34: Das ist das Gegenteil von denen, die immer nur reden.

00:42:37: Das sind die, die tun und Tatkräftigen.

00:42:42: Wenn jemand den Begriff Unternehmer verdient hätte, dann wäre so ein Typ Menschenschlag, weil sie etwas unternehmen und nicht unterlassen.

00:42:54: Deswegen sage ich, was mir Freude macht, weil es Ausstrahlung hat.

00:43:00: Wir brauchen noch viel mehr Räume, von Menschen gefüllt kriegen, wo Menschen miteinander interagieren.

00:43:09: Diese Räume gehen uns gesellschaftlich gerade an vielen Stellen flütten – der Landgasthof, der Dorfladen nicht mehr da ist, die Kirche, die nicht mehr besucht wird, dass an vielen Ställen miteinander Selbstverständlichkeiten waren, wo sich Menschen früher getroffen haben?

00:43:28: wo auch andere Funktionen die Notwendigkeit hatten, dass man sich noch gesehen hat.

00:43:33: Das kann man heute alles TikTok-technisch privatisieren indem man ganz alleine irgendwo sitzt und nur noch vor sich hin schiebt auf so einer technischen Maschine.

00:43:42: Und dann verlernt man es zu leben.

00:43:45: Deswegen brauchen wir solche Räume und dazu gehören dieses Antreten hineintreten in das Erbe, das Annehmen des Erbes um es als Herausforderung positiv zu meistern.

00:43:59: Positive Unternehmer und Nicht-Unterlasser.

00:44:02: Was bedeutet das aber politisch, wenn Bürgerinnen und Bürger in Vorleistungen gehen oft mit eigenem Kapital und nicht unerheblichen Risiko?

00:44:13: Es bedeutet einfach Hut ab aller Bonör weil ich sage mal der Staat kann das nicht leisten Der Staat darf aber auch nicht im Weg rumstehen oder der Staat darf da nicht auch der Bremser sein.

00:44:25: Also insofern kommt es darauf an, daraus einen gemeinsamen Gewinn zu machen.

00:44:29: Aber in der Tat ist privat angelegtes Kapital und ehrlicherweise wenn das in Form von Stiftungskapital gewandelt werden würde wäre das sogar eine langzügliche Anlage.

00:44:43: Das treffe ich jetzt wieder an bestimmten Entwicklungsprozessen Wo dir gesagt wird, ich bin in der Rhön am Wandern und auf einmal sagen ältere Leute da drüben das ist der Almendewald.

00:44:56: Und kaum ein junger Mensch weiß mehr was eine Almende ist.

00:45:00: kann mehr erklären, was Allmende bedeutet.

00:45:02: Im Schwarzwald ist es noch ein Stück weit gelebt bei uns das ist schon fast komplett vergessen.

00:45:07: Allmender heißt Es gehört allen aber es muss von allen bewirtschaftet werden.

00:45:12: Es wird von allen betrieben und entnommen werden kann.

00:45:16: nur so viel damit kein Substanzschaden entsteht.

00:45:20: und so stelle ich mir mal Gesellschaft vor dass wir nicht mehr entnehmen wie wir tatsächlich vertragen können und dass wir das, was wir entnehmen immer nur gemeinsam bewirtschaften.

00:45:32: Das wäre für mich so ein Stück weit Modell an diesem Beispiel also wenn man das steuerrechtlich begleiten kann klar aber es ändert nichts daran, dass jemand privat ist tun muss.

00:45:44: Es ersetzt niemand anderes.

00:45:46: Es gäbe einen Alternativmodell, dass ich nicht dagegen stelle sondern begleitend stelle.

00:45:51: das wäre wenn man eine Dorfstiftung macht und über eine Dorfstiftung anfängt, auch solche Objekte die nicht benutzt sind in Nutzung zu bringen.

00:46:00: Wir werden viele Ideen brauchen um mehr Lebendigkeit wieder zwischen uns zu bekommen.

00:46:06: wir sind gemeinwesen!

00:46:08: Nicht Gemeine Wesen sondern Gemeinwesene also Menschen die darauf angewiesen sind auch andere Menschen zu treffen zu spüren mit ihnen unterwegs zu sein.

00:46:19: ich habe so eine Stiftung die ich immer erwähne, Stiftung Landleben in Kirchheiligen.

00:46:24: Die haben einfach angefangen diese Stiftungen zu gründen damit die Stiftungsgroße fast leerstehende Häuser im Dorf aufkauft wo immer eine ältere Person ganz alleine drin gewohnt hat.

00:46:38: Die Ältere Personen wollte aber nicht ins Altersheim, sie wollte im Dorff bleiben.

00:46:42: also hat die Stifte angefangen die Gebäude zu kaufen und gleichzeitig den alten Leuten Bungalows gebaut.

00:46:48: Mitten im Dorf sind fünf Bungallos entstanden, sodass sie ihre Enkel weiter sehen und die Lehrenhäuser hat die Stiftung an Familienverkauf mit Kindern.

00:46:58: Das ist eine Geschichte wo ich sage aller Bonheur.

00:47:01: dort hat man über den Stiftungsgedanken angefangen gemeinwohl orientiert für den Ort zu arbeiten und es hat sich losgelöst weil das konnte die Gemeindeverwaltung gar nicht machen weil das Kommunalrecht dagegen steht.

00:47:17: Deswegen sage ich dasselbe was private machen, könnte man auch über Dorfstiftung ergänzt sind.

00:47:23: Auch gut platzieren dann kümmern sich halt mehrere aus dem Ort rum weil so ein Objekt sie haben es ja gesagt ist auch ein finanzielles Risiko und da könnte einen Stiftungsmodell helfen ein Stück weit auch Risiko abzupuffern.

00:47:37: Wir haben schon Querbezüge dazu immer wieder hergestellt.

00:47:40: Historische Bausubstanz ist ja weit mehr als nur hübsch anzusehen, sie bietet vor allen Dingen auch Potenziale mit Blick auf Veranstaltungen beispielsweise die Offenheit der Häuser.

00:47:52: Sie sind Ort des Austauschs und sie bieten Kultur kulturelle Teilhabe sind Initiativen von Gemeinschaft und letztlich auch identitätsstiftend.

00:48:04: Und damit eben auch Erhöhung von Lebensqualität, da sind wir eigentlich schon fast am Anfang der Diskussion wieder.

00:48:14: ist Denkmalpflege im ländlichen Raum vielleicht am Ende nicht auch so was wie Demokratiearbeit?

00:48:20: Wenn man sie lebendig gestaltet?

00:48:22: ja also ich kann mich erinnern dass sich mit einer Denkmalpflegerin mal unterwegs war, die ausschließlich im ländlichen Raum kleine Kirchen betreut hat.

00:48:34: Und diese kleinen Kirchen waren fast alle funktionslos was ja dann bedeutet dass sie dann auch alle anfangen zu verfallen kaputtzugehen und ähnliche.

00:48:45: und die haben dort angefangen mit lokalen künstlern in diese leer stehenden kirchen wiederkehrend Kunstausstellungen hineinzubringen.

00:48:56: Und haben dann einfach so zehn oder zwölf Kirchen zu einer lebendigen Kunstausstellung im ländlichen Raum gemacht, das ist zu einer eigenen Marke geworden und ich war ... sehr beeindruckt davon, ist hing eben auch mit dieser Person zusammen die ihre Aufgabe als Denkmalpflegerin nicht nur einfach darin verstanden hat festzustellen was man alles ins Denkmalbuch eintragen muss.

00:49:22: Sondern immer im Blick hatte und das habe mich daran fasziniert wie kriege ich da Leben rein?

00:49:27: Weil ein Denk mal das nicht lebt indem es nicht leibt Ein solches Denk Mal wird in Vergessenheit geraten.

00:49:33: und am Ende heißt es dann Das, was mir am Vogelsberg begegnet ist.

00:49:40: Am Ende war die eine Dorfsynagoge so funktionslos ... Na klar!

00:49:44: Die letzten sind in die KZ gebracht worden.

00:49:47: Danach war es nur noch lästig und dann gab's eine Diskussion in den Achtzigern.

00:49:55: Da könnte man mit einem Löffelbagger reinfahren damit das lästige weg ist.

00:50:00: Man möchte auch an den Rest nicht mehr erinnert werden.

00:50:03: Und das erzählen die heute und sagen, wie stolz wir heute sind, dass wir diesen Ort haben.

00:50:08: Dass wir dort Veranstaltungen machen, dass als Kulturraum geschaffen haben.

00:50:13: Deswegen prägen diese Orte wenn sie mit menschlichem Blick und dem Herzen zusammen entwickelt werden.

00:50:25: Wenn dann denk mal Pflege aktiver Teil davon ist... dann ist es Demokratiarbeit, weil die Menschen, die zusammen so ein Objekt erhalten oder die gemeinsam den Garten aufräumen oder den Park aufräumt.

00:50:40: Die Sichtachsen wiederherstellen, die Bäume freischneiden.

00:50:44: Wer sich so aufmacht, der mag sonst wählen was er will.

00:50:50: aber wer zusammen auf diesem Anhänger steht, bei dem die Bäume geschnitten werden oder mit dem Trecker unterwegs ist um hinter den Baumsschnitt wegzubringen.

00:51:00: Oder sie gemeinsam daraus noch ein Feuer machen und noch einen Fest feiern Das verändert weil Menschen sich sehen Miteinander ins Gespräch kommen Und das is für mich nicht Parteipolitik.

00:51:14: Da mag Parteippolitik manchmal störend sein dass es erstmal wieder Gemeinwesen seien Menschen als Teil einer Gemeinschaft zu empfinden.

00:51:26: Und nicht denen zu verfallen, die uns immer einreden, die da oben sind an einem Schuld.

00:51:31: Wir sind die armen Opfer weil das lämt und bei den ganz jungen wächsten Generationen auf, bei dem ich sage wenn euer Podcast bei TikTok nicht vorkommt Wenn ihr nicht Schnipsel davon macht damit man auf den Link kommt dann werden wir auch da nicht sichtbar sein.

00:51:50: Das heißt, wir müssen auch lernen damit umzugehen.

00:51:53: Ich habe mich dem tatsächlich verweigern wollen und bin jetzt durch die Bundestagswahl erst dazu gebracht worden, mich auch vertiktokten zu lassen.

00:52:01: Ich merke dass die jungen Leute darüber ansprechbar sind.

00:52:04: das ist eine andere Welt weil das was wir noch in unserer Generation kennen Die Zeitung des Radio und ähnliches das es sind unsere Medien.

00:52:13: aber Sichtbarkeit zu schaffen.

00:52:15: Und da ist es egal, wie alt derjenige ist wenn er im Objekt hilft.

00:52:19: Wenn er im Park hilft, wenn er am Gutshof zusammen ist.

00:52:22: Ich habe im halben Schloss die Jugendbauhütte erlebt.

00:52:27: Das ist doch faszinierend.

00:52:28: Kinder und Jugendliche, die anfangen alte Gewerke mit Handarbeit, mit Lebenbau, mit Putz.

00:52:33: Mit allem Möglichen zu lernen und neugierig zusammen zu sagen ja wir machen uns auf das ist doch großartig.

00:52:39: deswegen sage ich da es wurscht in welcher Generation man ist dass Objekt verbindet Das überwindet auch die mechanischen Grenzen Die generationell mittlerweile eben auch Wachsen.

00:52:49: Und Da hilft der Quer der quer Weg so Der Querschlag so ein Objekt mal mit den Händen im Dreck rumzumachen oder vielleicht man dreckiges Loch aufzuräumen, einen dreckigen Park sauber zu machen und sich hinterherzufreuen.

00:53:05: Wie man es genießen kann, am Ende auf einer Parkbank zu sitzen in Sonnenuntergang zu sehen.

00:53:10: Die Sichtachse wieder zu sehen, zu kapieren wie weit man eigentlich gucken kann und welche Bedeutung es hat wenn du von dem einen Gutshof zum Kirchturm des nächsten Dorfes gucken kannst.

00:53:21: Welche Orientierungspunkte auch diese Kirchsturmspitzen in der Vergangenheit hatten?

00:53:27: Und heute wieder haben das ist mehr als einfach nur ein Ding wo eine Glocke drin hängt und vielleicht zur vollen Stunde BIM macht.

00:53:37: Es war immer schon Orientierung, aber es hat die Orientierung in der Gesellschaft verloren.

00:53:42: Und deswegen müssen wir Orientierung neu geben indem wir sie auch selber schaffen.

00:53:47: Wir haben im Vorfeld auch Hörerfragen eingeholt und auch Fragen von Leuten, die selber ein Gutshaus haben.

00:53:55: Und in diesem Zusammenhang fragte Timo Mappes aus Thüring vorab – was kann die Restaurierung privater Häuser zur Stabilisierung der Dörfer beitragen?

00:54:02: Was ist Aufgabe des Staates und was ist die Aufgabe der Allgemeinheit?

00:54:07: Erst mal das, was Herr Mappis selbst betreibt, ist genau so eine Lebendigkeit.

00:54:14: Ich kenne Menschen, die bei ihm regelmäßig zu Gast sind mit denen ich vielleicht so persönlich politisch gar nicht so viel rumdiskutieren würde.

00:54:25: Aber sobald wir in das Gespräch kommen über das Objekt um dass sich Hamapes kümmert ändert sich das Miteinander und dann denke ich immer ja es verbindet eben auch.

00:54:37: was kann der Staat tun?

00:54:38: Der Staat kann die Rahmenbedingungen setzen Behördliche Auflagen nicht zu unüberwindlichen Hürden werden.

00:54:47: Also wir haben auch da, war ich froh mit dem Verein der privaten Schlossbesitzer, haben wir angefangen die Diskussion wie machen wir das mit Solarpanels auf historischen Dächern?

00:55:00: Wie machen wir es mit nachhaltigen Heizstrategien und ähnlichem?

00:55:03: weil diese Objekte sind ja noch mal was ganz anderes.

00:55:05: hier sind ja nicht in Nullacht-Fünfzehnbau.

00:55:07: Du kannst ja nicht einfach sagen, ich tausche das eine Heizmedium aus und setze das andere rein.

00:55:14: So die Diskussion auch so zu führen dass wir sie staatlicherseits gut begleiten können.

00:55:20: da war der Verein uns der richtige Ansprechpartner.

00:55:24: ansonsten Ich wünsche mir Dass wir begreifen dass wir wieder viel mehr Raum brauchen wo Menschen miteinander interagieren.

00:55:35: alles was dazu dient ist herzlich willkommen.

00:55:40: Was nicht funktionieren wird zu glauben, man schüttet einfach nur Geld drüber aus und dann wird es schon gut werden.

00:55:47: Geld alleine schafft nicht die Verbindung, die wir brauchen.

00:55:51: Die Herausforderung liegt in dem Tun.

00:55:53: In dem Tun wollen auch angetrieben sein.

00:55:56: zu sagen Wir bewegen das und wir bewegen es gemeinsam Das ist demokratisch gesehen das Beste was man tun kann.

00:56:04: sich als Teil des Ganzen Und in dem Teil auch Abwägungen zu machen, kriege ich das große noch hin oder muss ich hier mal mit kleineren Brötchen reingehen.

00:56:15: Wieder eine der mir gesagt hat Ich bin doch noch jung genug.

00:56:18: Ich habe doch viel Zeit um das alles nacheinanderzumachen Stück für Stück und ich denke ja Es ist nicht.

00:56:29: Die Welt ist nicht an einem Tag entstanden.

00:56:32: Andrea Rücken-Fabich aus Mecklenburg-Vorpommern, die fragt.

00:56:36: Die Energiewende verändert den ländlichen Raum gerade sehr massiv.

00:56:41: Viele Eigentümer erleben Zielkonflikte zwischen Klimaschutz auf der einen Seite, Naturschutz und Denkmalschutz auf der anderen Seite.

00:56:49: Wie lässt sich da die Energiewenden mit gewachsenen Kulturlandschaften versöhnen?

00:56:54: Wo sind da die Kompromisslinien?

00:56:56: Weil man hat ja Im Moment den Eindruck, dass die Debatten sehr polarisierend

00:57:00: sind?

00:57:01: Ja teilweise sind sie auch schon mittlerweile absurd.

00:57:04: Also kein Wind im Wald hat in Thüringen eine politische Dimension erreicht die ans Absurde geht.

00:57:13: Weil wenn du Fichtenwälder hast, die gar nicht mehr da sind diese Diskussion weiterzuführen und zu sagen auf Kalamitätsflächen darf ich keine Windkraftanlage stellen bedeutet das sich immer weiter ins Ackerland reingehen muss.

00:57:27: also das sind so Zielkonflikte dann muss man sich ehrlich machen.

00:57:32: Wenn aber die Antwort heißt dass jede Windkraft Anlage Teufelszeug ein Spargel des Hasses ist oder irgendwie, ich weiß gar nicht wie das alles bezeichnet wird und im Kern die Energiewende gar nicht gebraucht wird.

00:57:45: Also fossile ... Die Decarbonisierung oder das Ende des fossilen Zeitalters gar nicht notwendig ist dann machen gerade die letzten Tage mich sehr unruhig Wenn ich sehe, dass der amerikanische Präsident Drill Baby Drill ruft und gleichzeitig im Iran die Straße von Hormuz dicht ist.

00:58:07: Die Frage von Öltransporten auf einmal ganz anders sich aufstellt und alles sich wieder nur um Öl oder Gas dreht.

00:58:15: Und die Frage was können wir eigentlich an Energie selber produzieren?

00:58:22: Meines Erachtens ein notwendiger Paradigmenwechsel.

00:58:24: Wir müssen eigentlich Energiewende von unten nach oben denken und nicht von oben nach unten.

00:58:30: Von unten nach ober meist, wie viel Energie braucht die Fragestellerin?

00:58:36: Was kann ich für Quellen dafür bereitstellen?

00:58:39: Und muss in der Region noch siebenundzwanzig andere Energiequellen darstellen, die für einen Investitionsfonds einen guten Ertrag sichert?

00:58:50: Das ist ein anderer Zielkonflikt!

00:58:52: Weil wenn das Ganze nur noch über Geld getriggert wird und nicht mehr über die Frage, was habe ich persönlich für ein Vorteil davon?

00:58:58: Ich persönlich, weil ich auch den Nachteil der Anlage habe.

00:59:03: Dann wird es schwierig!

00:59:08: Ich würde mir wünschen, wir würden darüber diskutieren wie viel Energie braucht ein Dorf.

00:59:12: Und was kann ein Dorff gemeinsam leisten um diese Energie mit dekarbonisierten Formen zusammenzubringen?

00:59:21: Wie viele Holzschnitzel?

00:59:22: Wie viel Gartenabfall?

00:59:25: Wieviel also kompostierbares Zeug oder vergehrbares zeug?

00:59:33: Viehwirtschaft in der Region, wäre in der Lage um Biogas anzubieten als Stabilisationsfaktor und wäre eine Windkraftanlage die allen gehört.

00:59:44: Eine, die einen Energiepreis erzeugt, der für so ein Dorf einen echten Vorteil bieten würde dann wäre die Debatte eine andere.

00:59:53: wenn es aber am Ende nur noch darum geht wer hat also wer top down wie viel Fläche muss bereitgestellt werden und wo wird die hingestellt?

01:00:01: Ich bin kein Gegner der Windkraftanlagen.

01:00:06: Also keiner, der dann sagt ... Aber die Frage gehört in eine Landschaft, in der die Wartburg steht.

01:00:18: Das hat uns betroffen.

01:00:21: Gehören da Windkraft-Anlagen auf die Sichtachse?

01:00:24: Oder muss man sagen auch das gehört zum Landschaftsbild und ... Diese Frage muss man immer sehr lokal, sehr konkret beantworten.

01:00:33: Aber wenn ich mir in Thüringen angucke, welche Windkraftanlagen wo stehen und welchen Strompreis die Nachbarschaft zu bezahlen hat ist das ein Widerspruch!

01:00:44: Weil sie zahlen den hohen Strompreise weil die Trassen, die neu gebaut werden mussten gehen alle ins Strompreiss mit rein Und auch die Färmtrassen, Die alle bei uns durch Thüring gehen werden alle mit eingepreist.

01:00:55: aber Ökonomischen Vorteil haben die Endverbraucher in Thüringen nicht.

01:01:00: Ich halte das für ein Widerspruch, das kann man nicht auflösen indem man sagt ja aber wir leisten damit einen Beitrag für die Ökologie und den Globus.

01:01:12: Aber dass wir einen Beitraff für den Globus leisten müssen Das zeigen uns tatsächlich die Eismähre Und das zeigt uns auch der Permafrostboden in der Tunra.

01:01:23: Also da müssen wir gemeinsam aufpassen, aber es muss so sein dass dieses Geld nicht am Ende an den Menschen vorbei geht bei denen dann die Anlagen sein sollen und die Menschen dürfen nicht reich gesegnet werden mit Anlagen die mit ihnen nichts zu tun haben.

01:01:38: Das ist den Widerspruch, auf den will ich hinweisen.

01:01:40: Deswegen sage ich, ich würde mir gerne die Energiewende anders denken.

01:01:44: Ich würde mir eine andere Diskussion wünschen.

01:01:46: nicht bist du für oder gegen sondern was macht es damit?

01:01:51: die Bürger selber sagen Es ist unsere Anlage!

01:01:54: Es ist für uns und es dient uns allen zusammen.

01:01:58: Eine allerletzte Frage, Sabine Ortmann aus Thüringen fragt ob die Wiederbelebung der Schlösser- und Gutsanlagen in Ostdeutschland mit ihrer Enteignungs- und Lehrstandsgeschichte auch ein Stück Versöhnungsarbeit sein kann.

01:02:14: Wenn man sie so erzählt dass man auch die Enteigungsgeschichte miterzählt wenn man Sie so erzählt das man sie gar nicht ideologisiert sondern indem man sie in den historischen Abläufen erzählt Wer war vorher da?

01:02:28: Weil auch die, die vorher waren, waren nicht monolitisch.

01:02:31: Da sind die ganzen Brüche, die ich für ihn ja auch angedeutet habe, auch passiert als die Landgüter nicht mehr genügend ertrag hatten um die großen Repräsentationen in Berlin zu bezahlen und ähnliches.

01:02:43: Und deswegen muss man sich angucken dass man eigentlich die Geschichte des Objektes erzählt.

01:02:49: welche Funktion hat es in welcher Phase gab?

01:02:52: Da gehört selbstverständlich auch der Eigentümer oder der Gutsverwalter, aber es gehören auch diejenigen, die unter erbärmlichsten Bedingungen dort ausgebeutet worden sind.

01:03:00: Auch dazu muss man noch die Erzählung der Landarbeiter haben und der Saisonarbeiter, derer, die da behandelt wurden wie der letzte Dreck – auch das ist interessant!

01:03:10: Und für mich habe ich so in Erinnerung Ein Buchautor, der leider in Deutschland vergessen worden ist.

01:03:21: Zu unrecht wie ich meine Soma Morgenstern.

01:03:24: Soma Morgenstern beschreibt ein Gutshof in der heutigen Ukraine und er beschreibt den Ober-, den Gutshoferwalter in der Besonderheit, wie er die Schnütter einteilt auf dem großen Haferfeld Welche Breite wie abgemessen worden ist und warum die Frau, die allein erziehend ist.

01:03:45: Also weil der Mann gestorben ist, die aber vier Kinder hat, die ernährt werden müssen, warum sie vier Schritt mehr kriegt?

01:03:51: damit die die Familie ernähren kann.

01:03:53: und das beschreibt er über Seiten hinweg.

01:03:55: Und da sage ich diese Geschichte von so einem Gutshof, solo lebendig erzählt ist etwas was zu den Geschichten gehört.

01:04:03: und dann kommt am Ende die Vernichtung, also drei bis viertig bei Soma Morgenstern ist ein jüdischer Gutsbesitzer, die natürlich alle ins Gas getrieben werden.

01:04:16: Und danach kommt die ganze Frage der sozialistischen Gleichmacherei, der Enteignung der Brüche teilweise auch der Feindlichkeit.

01:04:25: Dann kommt in der DDR das Neuland – die Frage wann die Gutsbesitzer allesamt als Verbrecher, NS-Verbrecher bezeichnet worden sind.

01:04:36: und so weiter bis hin zu der Geschichte nach der Wende.

01:04:41: welche Funktionen hat es denn?

01:04:43: Das alles zu erzählen, das ist Versöhnungsarbeit.

01:04:46: Weil dann versöhnt das Objekt ... weil es hat viel gesehen!

01:04:50: Und wenn ich das erzählen könnte was es alles gesehen hat wieviel Niedertracht und wieviele Schönes?

01:04:57: Wieviele Tanz, wieviele Freude und wie viele Tränen in dem Objekt gebunden sind.

01:05:03: Das gehört für mich alles dazu.

01:05:04: da sehe ich auch alles das spüre Ich auch alles.

01:05:07: deswegen kann ich mich auf so ein Ort auch einlassen und mich mit dem ort auch freuen

01:05:12: Wenn Sie sich noch mit einem kleinen Satz einer kleine Anekdote an die Eigentümer, die sich an dem Tag engagieren richten wollen.

01:05:19: Was würden sie Ihnen mit auf den Weg geben?

01:05:21: Einfach das Herz, dass sie trägt, an dem tag auch die Herzen zu öffnen und die Geschichten zu erzählen.

01:05:31: Auch die eigenen Geschichten der Angst.

01:05:34: Und auch des Angstschweisses.

01:05:36: schaffe ich das, komme ich damit klar ... Es geht gar nicht darum, Heldengeschichten zu erzählen sondern die menschliche Dimensionen zu zeigen.

01:05:45: dass man wirklich mit dem eigenen Glauben bergeversetzt hat und das man mit dem eigenem Glaubensberge versetzen kann ist die eigentliche Geschichte.

01:05:52: Und deswegen es ist gut wenn die Türen auf sind und wenn dabei auch die Herzen geöffnet sind um dauerhaft noch viele andere Tüuren zu öffnen.

01:06:01: wir haben so viel Miss... Gunst in der Gesellschaft und so viel unangenehme Tonlagen, die sich durch freundliches Lächeln verändern.

01:06:12: In dem Moment wo man sagt das ist das was wir hier gemeinsam machen Das ist das wofür wir Menschen einladen und dass das Einladende ich finde da ein lächeln mit einem lächeln einer blühenden Pfingstrose zu Pfingsten Die sagt die Türen sind offen.

01:06:30: Dankeschön

01:06:33: Wenn wir Ostdeutschland nicht nur als Sorgenteil definieren würden, sondern Ostdeutstand als Chancenteil endlich begreifen würden.

01:06:41: Das was ihr angefangen habt mit den Herrenhäusern ist etwas Neues.

01:06:46: Es ist auf dem Alten etwas Neuers aber nicht das Tradieren des Alten, sondern die Weiterentwicklung.

01:06:56: Er hat uns auch hier in der Uckermarkt auf Gutholtersdorf besucht.

01:06:59: Der ländliche Raum ist für ihn auch ein großes Anliegen, denn diese Häuser liegen ja im ländlichen Raum und sind für ihnen auch so ein bisschen ein Vehikel um einen ländischen Raum zu erhalten.

01:07:12: Um Kultur zu erhalten und die Menschen eben vor Ort zu halten.

01:07:18: Und ihm ist es wirklich ein großes anliegen und deswegen hat er auch nicht lange gezögert hier die Schirmherrschaft beim Tag der offenen Schlösser und Gutsanlagen in Ostdeutschland zu übernehmen.

01:07:32: Es ist wichtig, die Baukultur der Region zu schützen und auch überhaupt wahrzunehmen.

01:07:38: Und es ist wichtig darüber zu sprechen, Sachen abzulesen.

01:07:42: jedes Jahrhundert jede Generation, die was geerbt hat, hat ja ihre Unterschrift hier reingebracht man hat sie nach der Enteignung ausgeräumt Flüchtlinge zogen ein und dann hat sie in einer DDR-Geschichte halt völlig umfunktioniert.

01:07:54: oft Konsumfrisör Jugendclub, Schule alles war drin.

01:07:58: Und das ist es Besondere eigentlich.

01:08:00: bei diesen Häusern ist halt viel verloren gegangen und man sieht halt eine andere Form der Geschichte.

01:08:04: Man muss sich entscheiden dass die DDR-Geschichte das Zeitfenster was man hier restaurieren möchte oder erhalten möchte oder geht man weiter zurück.

01:08:12: Also man hat ne richtig spannende Zeit Sachen freizulegen Sachen zu erforschen.

01:08:17: oft fehlen die Unterlagen dazu aber man hat ganz ganz viel Raum sich zu.

01:08:21: Jetzt sind es seit dem letzten großen Einschnitt.

01:08:27: Da sind wir nach achtzig Jahren kommunaler Nutzung die allerersten Privateigentümer, die die Verantwortung in diesem Zeitfenster übernehmen dürfen.

01:08:37: Hier sieht man aber noch so ein paar schöne Malereien, gefunden haben, die vielleicht sogar in die südische Zeit zurückgeht der Familie von Südo.

01:08:49: Die als Wappen auch in der Kirche eine Grapplatte haben.

01:08:55: Wir hatten ja nicht mehr unsere Hände und die Maschinen haben wir ja nicht.

01:09:02: aber deswegen ist es eben so wichtig dass eben der Ort mit eingebunden ist und wir wollen ja auch niemandem irgendwie ausschließen weil wir ja auch wissen das dieser Ort irgendwie mehr mit den Menschen hier zu tun hat, als wir mit diesem Haus irgendwie zu tun haben und die Leute hier auszugrenzen.

01:09:23: So ein Haus braucht eben Menschen.

01:09:27: Jeder der hier im Ort lebt, hat irgendein Berührungspunkt mit dem Haus über Generationen hinaus.

01:09:33: Da merkt man einen ganz besonderen Impuls, den wir in der Stadt vielleicht so gar nicht kennen.

01:09:40: Man kann auch noch ergänzen dass solche Häuser Identitätsstiften sind.

01:09:46: Also die sind ganz besonders wichtig für die Menschen, die hier leben und ich glaube sie sind auch sehr zufrieden und freuen sich hier helfen zu können weil es ihnen auch wichtig ist mit diesem Haus irgendwie umzugehen und es ist halt ein Stückchen ihrer eigenen Geschichte ja einen Vergangenheit.

01:10:08: Das ist ein gemeinschaftsbewegender Moment eigentlich, wenn man so ein Haus erhält weil das ist deren Geschichte.

01:10:14: wir sind nur kleine Stellschrauben auf dem Zeitstrahl wo wir uns drum bemühen dürfen.

01:10:20: also die Besonderheit der Ostdeutschen Guts und Herrenhäuser, der privaten ostdeutschen Guts-und-Herrenhäuse ist ja eigentlich dass es Menschen sind die hier Spaß dran haben so eine Geschichte weiterleben zu lassen und Baukultur erhalten zu wollen.

01:10:33: Und diese Menschen werden ja jetzt auch fängst Montag am twenty-fünften in diesem Jahr

01:10:39: ein.

01:10:39: Ja wie sagt man?

01:10:41: Eine Verbindung zwischen den Bundesländern schaffen wo die Besucher und Besucherinnen einfach die Häuser besuchen dürfen und jedes Haus auf eine eigene Art und Weise sich dort organisiert.

01:10:53: Also die Öffnungszeiten sind überall unterschiedlich, das Angebot ist unterschiedlich.

01:10:57: was aber alle Häuser gemeinsam haben ist nicht nur die Geschichte sondern dass sie an diesem Tag öffnen können.

01:11:05: Wenn du Lust bekommst eines der privaten ostdeutschen Guts- und Herrenhäuser zu besuchen dann findest du alle Informationen unter www.ostdeutscherschlussertagdi mit oe geschrieben da es eine interaktive Karte an der du deine Route planen kannst aber auch alle Informationen zu finden.

01:11:21: Gehäuser freuen sich auf dich.